Gefallener Held Amirhossein Sartipi

Todesfall Amirhossein Sartipi 15 Jahre alt in Iran Teheran Ghaleh Hassan Khan

Geschrieben von: Nafas

Amirhossein Sartipi war fünfzehn Jahre alt. Er stammte vom Baharan-Platz in Schahr-e Qods im Westen Teherans – einer Stadt, deren Bevölkerungsdichte ein Vielfaches des Landesdurchschnitts beträgt und deren Einwohner sich größtenteils aus Arbeiterfamilien und einkommensschwachen Haushalten zusammensetzen. Die UN-Kinderrechtskonvention, ein Abkommen, das auch die Islamische Republik unterzeichnet hat, betont in Artikel 27 das Recht eines jeden Kindes auf einen angemessenen Lebensstandard für seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung und überträgt die Hauptverantwortung für dessen Gewährleistung der Familie und, falls nötig, dem Staat; ein Recht, das für Amirhossein und viele seiner Altersgenossen in solchen Vierteln von Anfang an unerfüllt blieb. Amirhossein hatte keinen Vater mehr. Er ging zur Schule, doch neben dem Unterricht lastete auch die Versorgung der Familie auf seinen Schultern. Mit seinem Motorrad arbeitete er als Kurier für ein Geschäft; nach der Schule und in den Ferien schuftete er, um den Lebensunterhalt zu sichern. Er war keine Ausnahme, sondern eines von Tausenden „arbeitenden Kindern“ im Iran – Kinder, die neben der Schule oder gar an ihrer Stelle das Brot…

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